Egal, wie wir es genau nennen, auch Familien ohne Flucht- und Migrationserfahrung und mit zusammenlebenden verschiedengeschlechtlichen Eltern können manchmal Hilfe benötigen. Die Privilegien, die heterosexuelle/heteronormative Paare und Menschen ohne Flucht- und Migrationserfahrung in Deutschland erleben, machen das zwar unwahrscheinlicher, schließen es aber nicht aus. Gerade Familien, in denen die Eltern etwa in der Pflege, im Fahrdienst oder in der Gastronomie arbeiten, haben es in einer so teuren Stadt wie Berlin oft schwer. Stichwort Klassismus. Unsere Policyvorschläge sollen deshalb so formuliert sein, dass Menschen nicht aus dem Raster fallen.
| Antrag: | Charlottenburg-Wilmersdorf hält zusammen |
|---|---|
| Antragsteller*in: | Anna Melnik |
| Status: | Modifiziert übernommen |
| Eingereicht: | 16.02.2026, 21:31 |
Kommentare
Lisa Weltmeyer:
Anna Melnik:
Es gibt aber im Landeswahlprogramm eine Definition von Familie, die ich besser finde und die ohne Adjektive auskommt, der wir uns hier annehmen können: Familie ist da, wo Menschen generationenübergreifend Verantwortung füreinander übernehmen.
Tobias Balke:
Wir können in der Online-Version unseres Bezirkswahlprogramms als Sprungbrett für direktes Sehen und Einsehen einen Link zu diesem Landeswahlprogramms-Absatz einfügen. (Anmerkung: in meine Änderungsanträge Ä39, Ä40 und Ä41 sind solche Links schon eingebaut).
Die Adjektiv-Reihung in der Passage "queer, alleinerziehend, Familie mit Migrations- oder Fluchterfahrung oder auch konventionell" könnte vermutlich auch potentielle Wähler*innen stören, wenn sie die Reihenfolge als Rangfolge lesen, positive Assoziationen zum Begriff "unkonventionell" haben oder ihre eigene Familiensituation in dieser Passage vermissen.
Eine modifizierte Übernahme könnte Ä1 und Ä47 integrieren und einfach das Alle-Familien-Umfassende betonen.
Wie wäre es z.B. mit " Wir möchten, dass alle Familien aller Lebensformen, Herkünfte, Lebens- und Kassenlagen im Bezirk die Unterstützung finden, die zu ihnen passt."?
Dann würde "Unabhängig davon, ob queer, alleinerziehend, Familie mit Migrations- oder Fluchterfahrung (oder (auch) konventionell): " nicht mehr gebraucht und könnte entfallen.