Das seit 21. November 2025 bereits berlinweit geltende Gesetz heißt "Berliner Klimaanpassungsgesetz" (KAnGBln). Das sollten wir auch so benennen, damit jeder - auch solche Menschen, die den Werdegang von der Berliner Bauminitiative und den Bestrebungen einen Volksentscheid zu bewirken nicht verfolgt haben, die richtige Referenz haben. Die ursprünglich weitergehende, an dieser Stelle zitierte 3 - 30 - 300 Formel mag zu wissenschaftlich sein, das jetzt auf 3 neue Bäume für jeden gefällten Baum zu verkürzen ist jedoch schlichtweg falsch.
Auch das KAnGBln wählt mit blau-grüner Infrastruktur und Bürgerbeteiligung einen ganz anderen Weg. Zumindest das hier zugrunde gelegte Schwammstadtprinzip kann man hier mal nennen, schön wären auch die Worte "Regenwassermanagement" aber wir wollen ja niemand mit den "natürlichen Wasserzyklen" oder "Verdunstungselementen" aus dem Gesetztestext abschrecken.
Außerdem heute gleichen wir Baumverluste in Charlottenburg-Wilmersdorf nach dem naturschutzfachlichen Eingriffsrecht angelehnt an die erbrachten ökosystemaren Leistungen aus. Das können sowohl funktionale ausauch kompensatorische Auflagen sein. Einfach 3 neue Bäume für jeden abgängigen Baum zu fordern (oder zu versprechen) ist Blödsinn. Vielmehr geht es darum, zunächst einmal die über 2000 leeren Baumscheiben im Bezirk wieder zu bestücken, bei denen in der Vergangenheit abgänige Bäume nicht nachgepflanzt wurden.
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